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Abb.1 Rechts: Situation (2016) Pigmentdruck auf Hahnemühle Photo Rag, 43 x 60 cm; Mitte I: Nach dem Frost (2016) Installation: Wasser, Salz, Sockel, Dispersion, Kunstharz; Mitte II: The Last Walk (Footprints) (2015) Chromstahl-Blech poliert 1mm, 17-teilig, ca. 950 x 1740 mm; Rechts: NACHTEN (2016) Digital-Druck, Leinen gebunden, 276 x 210 mm, 84 Seiten; Abb. 2 Links: The Last Walk (Footprints) (2015); Mitte: Nach dem Frost (2016); Rechts: Report (R. W.) (2016) 4-teilig, Digital-Druck auf Scrim Banner, je 444 x 312 mm; Abb. 3 The Last Walk (Footprints) (2015) Chromstahl-Blech poliert 1mm, 17-teilig, ca. 950 x 1740 mm Abb. 4 Nach dem Frost (2016); Abb. 5 OSTWÄRTS AUFBRECHEN UND AUS DEM WESTEN ZURÜCK KEHREN (2016) Bronzeguss, Holz, Schrauben, Schnur, Seil, ca. 216 x 45 x 45 cm; Abb. 6 AUFBRECHEN (2016) Kunstoff-Schablone, Farbstift 408 x 206 mm (Schablone 450 x 297 mm)

Foto: Tashi Brauen

 

Ausstellung
NACHTEN
Jos Näpflin


29. Okt. 2016 – 28. Jan. 2017
Eröffnung: 28. Okt. 2016, 17:00 Uhr


Press information E/D:
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Näpflin hat sich die vergangenen Monate eingehend mit Robert Walser beschäftigt. Die Zeit als eine der Konstanten in Walsers Werk scheint auf im Transponieren der Erzählung Der Träumer (1914) vom Sommer in die kalte Jahreszeit. Aus dem im Gras träumenden Burschen wird ein einsamer Wanderer, der den eisigen Morgen nicht mehr erleben wird.

Bevorzugt geht Näpflin auf Distanz zum Geschehen, ändert seinen Standort. So zeigt er in Report (R.W.), einer Annäherung ans Gelände, auf, weshalb Walsers Schritte im hohen Schnee sich nicht bis zu seinem Fundort fortsetzen konnten. Trotz dieser akribischen Umrundung behält der Schauplatz ein transzendentales Moment.

Alle aktuellen Arbeiten Jos Näpflins tragen eine Dualität in sich: Tag–Nacht als die offensichtlichste, den Wechsel des Aggregatszustands von fest zu flüssig, die Himmelsrichtungen Ost–West oder, bei Walsers letztem Schritt, stehen–liegen.

Das Duale zieht sich bis in den Aufbau der Ausstellung. Bereits beim Eintreten in den Counter Space wird der Besucher, die Besucherin sich entscheiden müssen: nach links oder rechts – Leben oder Tod.